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Historie

Rückblick der Kirchengemeinde Hummeltal

Mit gegebenen Anlass des 50-jährigen Jubiläums im Jahre 2005 hat die Kirchengemeinde eine
Chronik zusammengestellt. Sie wurde bereits im Zeitraum 2005 bis 2007 im Gemeindebrief ver-
öffentlicht.
Unser Dank gilt Harry Piotrowski, der hierfür akribisch in den verfügbaren geschichtlichen Unter-
lagen gekramt hat.

Bis 1952 gehörten die Bürger der einst selbständigen Gemeinden Pittersdorf, Pettendorf und Creez
zu unterschiedlichen, meist weiter entfernten Pfarreien, und zwar
zu Mistelgau: Creez mit den Ortsteilen Gubitzmoos, Voitsreuth, Mosing, Leimen, Hohenreuth, Röthel-
bach, Schützenmühle
zu Lindenhardt: Bärnreuth, Rosengarten
zu Gesees: gesamter Ortsteil Pittersdorf, Pettendorf sowie Steinmühle und Nees

Eine ortsnahe Kirche zu besitzen war schon vor hundert Jahren das Verlangen der Bürger der oben
genannten Gemeinden. So war es nicht verwunderlich, dass die Ideen zeitlich und örtlich unabhängig
voneinander gleich in zwei Köpfen heranreiften.
Die eine Idee war vielmehr ein Gelübte des Georg Pfaffenberger und des Vikars Michael Gugel, die
sich als Kriegsgefangene im sowjetischen Gefangenenlager Baku/Aserbaidschan begegneten und die -
im Falle einer glücklichen Heimkehr - alles tun wollten, um in Pettendorf eine Kirche zu errichten, bzw.
als Pfarrer zu wirken. Beide kehrten 1949 heim.
Der zweite Immpuls kam von dem Bauern Andreas Hacker, Nees, dem Nestor des späteren Kirchen-
bauvereins. Er beschaffte sich am 2.1. 1952 die Satzung des Kirchenbauvereins Heinersreuth und be-
rief wenig später die Gleichgesinnten der Gemeinden Pittersdorf, Pettendorf und Creez zu einer Ver-
sammlung ein.

27.4.1952.
Erste Versammlung zur Aufstellung eines vorbereitenden Ausschusses zur Gründung eines Kirchenbau-
vereins, eröffnet von Pfarrer Philipp Kohlmann, Gesees und geleitet von Dekan Geuder aus Bayreuth.
Die Teilnehmer:
Richard Müller, Pittersdorf (Schriftführer); Johann Hauenstein, Pettendorf 17; Georg Pfaffenberger,
Pettendorf 25; Gustav Stebner, Pettendorf 17; Hans Katholing, Pettendorf 50; Georg Pfaffenberger,
Pettendorf 39; Andreas Hacker, Nees; Hans Brendel, Pittersdorf 9; Hans Seyferth, Creez; Johann
Meyer, Creez; Georg Reuschel, Pettendorf 7; Frau Scholz, Pettendorf 13; Christoph Arneth, Petten-
dorf 51; Peter Gehauf, Bärnreuth; Christoph Stahlmann, Pittersdorf 27; Bürgermeister Hummel,
Pettendorf; Bürgermeister Freiberger, Creez; zwei Geistliche aus Gesees; Pfarrer Meier, Mistelgau
und Pfarrer Mild, Lindenhardt

25.5.1952:
Sitzung des Kirchenbauausschusses mit 14 Teinehmern, Wahl eines kommisarischen Vorstandes:
1. Vorsitzender: Hans Katholing
Beisitzer für Creez: Seyferth und Meyer
Beisitzer für Pittersdorf: Brendel und Popp
Beisitzer für Pettendorf: Hauenstein Nr. 17 und Pfaffenberger Nr. 25

15.6.1952:
Erster gemeinsamer Gottesdienst im Saale Meyer Nr. 2; gehalten von Pfarrer Maisel aus Mistelbach.
Im Anschluss an den Gottesdienst Gründung des Kirchenbauvereins Pittersdorf, Pettendorf, Creez,
Bärnreuth, Nees mit dem Sitz in Pettendorf.
Bis zum Jahresende zählte der Verein bereits 150 Mitglieder, der Jahresbeitrag betrug 1 DM.

Es folgten viele Feld- und Festgottesdienste, Erntedank- und Adventsfeiern mit dem Ziel, zur Finanz-
ierung des Kirchenbaus beizutragen.

Im Jahre 1952 erfolgte die Übernahme einer Patenschaft durch die Kirchengemiende Mönchssondheim.

24.8.1952:
Erste ordentliche Mitgliederversammlung des Kirchenbauvereins mit Wahl der Vorstanschaft und des
Ausschusses:
1. Vorsitzender: Hans Katholing, Pettendorf 50
2. Vorsitzender: Karl Popp, Pittersdorf 32
3. Vorsitzender: Johann Meyer, Creez 9/10
Schriftführer: Richard Müller, Pittersdorf
Hauptkassier: Georg Heidenreich, Pittersdorf

Mitglieder des Ausschusses:
1. Hans Brendel, Pittersdorf 32; 2. Christof Stahlmann, Pittersdorf 51; 3. Fritz Stiefler, Pittersdorf 41
4. Johann Hauenstein, Pittersdorf 30; 5. Johann Friedrich Hauenstein, Pettendorf 17
6. Christof Arneth, Pettendorf 51; 7. Georg Pfaffenberger, Pettendorf 39; 8. Georg Pfaffenberger,
Pettendorf 25; 9. Georg Reuschel, Pettendorf 7; 10. Johann Hempfling, Creez 2; 11. Hans Seyferth,
Creez 3; 12. Johann Gehauf, Creez; 13. Andreas Hacker, Nees; 14. Franz Preukschat, Bärnreuth 11

Unterkassierer:
1. Christof Stahlmann für Pittersdorf; 2. Georg Pfaffenberger (25) für Pettendorf; 3. Johann Hempfling
für Creez; 4. Andreas Hacker für Bärnreuth und Nees

24.08.1952
Johann Friedrich Hauenstein, Pettendorf 17, stiftet den Grund für Kirche und Friedhof. Frau Margarete
Hauenstein verstarb im Novèmber 52 und Herr Hauenstein im November 53. Sie wurden auf dem so-
eben abgesteckten Gottesacker beigesetzt. Ein Stückchen Acker, umgeben von Drahtzaun, war die
provisorische Ruhestätte.

01.11.1952
Vermessen des Kirchplatzes.

März 1953
Gründung des Kirchenchores unter der Leitung von Oberlehrer Georg Heidenreich.

Die Gründungsmitglieder:
Frauen aus Pettendorf: Scholz, Wielsch, Gutzeit, Stebner, Bußmann, Reim, Schamel, Brendel
Frauen aus Pittersdorf: Finzel, Schwing, Nützel, Gerda Herath, Marianne Herath, Lautner
Männer aus Pittersdorf: Müller, Hans Stiefler
Bei besonderen Anlässen: Johann Hauenstein, Hans Finzel, Simon Hoffmann, Fritz Stiefler

31.03.1953
Bekanntgabe der Stellungnahmen der Kirchengemeinden Mistelgau und Lindenhardt zur Begründung
einer Tochterkirche Pettendorf: Mistelgau „entlässt“ die Gläubigen, sobald die kirchlichen Gebäude in
Pettendorf erstellt sind; Lindenhardt lehnt das Vorhaben ab und fordert für die „Abtrünnigen“ eine Ab-
findung an die Mutterkirche.

10.04.1953
Beginn der Arbeiten am Friedhof

01.06.1953
Bei einer Vorstands– und Ausschusssitzung wird eine Friedhofsordnung erstellt.
In den Friedhofsausschuss werden gewählt:
Pfr. Kohlmann, Gesees, Pfr. Meier, Mistelgau, Georg Heidenreich, Pittersdorf, Georg Reuschel Petten-
dorf, Johann Meyer, Creez, Johann Hauenstein, Pettendorf

18.10.1953
Mitgliederversammlung des Kirchenbauvereins. Der Vorstand berichtet über Ereignisse und Arbeiten
des Jahres.

17.11.1953
Richtfeier für die Leichenhalle.

29.11.1953
Gemeindeversammlung des westl. Teiles (Pettendorf/Pittersdorf) der Kirchengemeinde Gesees. Antrag
auf Begründung der Tochterkirchengemeinde Pettendorf-Pittersdorf-Nees.Die Abstimmung ergibt: 156
Anwesende erklären einstimmig ihren Willen zur Bildung einer Tochterkirchengemeinde.

25.12.1953
Erster Theaterabend des Kirchenbauvereins in Pettendorf zur Finanzierung des Kirchenbaues. Wieder-
holung der Aufführung in Pettendorf und weitere Aufführungen in Mistelgau, Gesees und Mönchssond-
heim (4.4.54)

April 1954
Rohbau der Leichenhalle erstellt.

02.05.1954
Genehmigung der Friedhofssatzung. Fertigstellung der Leichenhalle.

05.05.1954
Eine Abordnung des Kirchenbauvereins spricht beim Landeskirchenrat in München in Sachen Kirchen-
bau vor.

09.05.1954
Jahresversammlung des Kirchenbauvereins. Besonderer Dank an die Arbeitskräfte, denn bis heute
wurden 5.561 Arbeitsstunden und 247 Spanndienste geleistet. Dank an die Laienspielschar, den Be-
erdigungschor, besonders an den Leiter Georg Heidenreich.

Neuwahl/Wiederwahl der Vorstandschaft, 6. Vorstandsmitglied wird Pfr. Kohlmann. In den Ausschuss
werden Johann Meyer, Pettendorf 18, und Eitel Hellwing, Bärnreuth, gewählt. Ausgeschieden: Johann
Hauenstein, Pettendorf, und Franz Preukschat.

04.07.1954
Mitglieder des Kirchenbauvereins nehmen an einer Sitzung des Kirchenvorstands in Gesees teil.
10 cbm Holz aus dem Stiftungswald werden zum Bau der Kirche in Pettendorf genehmigt; die Ge-
nehmigung der geänderten Baupläne von Architekt Reißinger werden anerkannt. Für den Bau eines
Pfarrhauses wird im Tausch Gesees ein Grundstück der Kirchenstiftung zur Verfügung gestellt.

09.07.1954
Errichtung der Tochterkirchengemeinde Pettendorf mit Pittersdorf, Creez, Bärnreuth, Nees

12.09.1954
Erste gemeinsame Sitzung des neuen Kirchenvorstandes Pettendorf und der Vorstandschaft des Kirch-
enbauvereins. Erster Spatenstich zum Bau der Friedenskirche.

9.10.1954
Grundsteinlegung durch Kreisdekan Oberkirchenrat Burkert, Weihe der Leichenhalle und des Fried-
hofes. Der Kirche wurde der Name „Friedenskirche“ gegeben. Die Festpredigt wurde von Dekan Geuder
gehalten.

18.12.1954
Richtfestfeier für die Friedenskirche mit Kirchenrat Geuder mit Ansprachen von Pfr. Kohlmann, Pfr.
Meier, Herrn Katholing, Architekt Reissinger und Landrat Kohut. Der Bau der Kirche wurde von der
Firma Lorenz Trautner durchgeführt.

13.1.1955
Gemeindeabend mit folgenden Themen: Friedhofsordnung, Gebühren, Grabsteine, "Glockenaktion“.
Der Kirchenbauverein beschließt die Eröffnung eines Bankkontos bei der Kreissparkasse für die
„Glockenaktion“. Mit der Durchführung wird Herr Georg Reuschel jun., Pettendorf 7, beauftragt.

6.3.1955
Gemeinsame Sitzung Kirchenbauverein/Kirchenvorstand.
Themen: Kirchturmspitze, Taufstein. Sachspende von Steinmetz Söllheim aus Nürnberg.

12.3.1955
Besprechung mit Glockengießer Rinker aus Sinn. Vergabe des Auftrages über 3 Glocken (b-c-es) inkl.
Glockenstuhl, Läutemaschinen und Montage zum Preis von 8.750,00 DM.

20.3.1955
Themen der Besprechung: Beleuchtung in der Kirche, Anschaffung der Glocken.
Spende vom Brauereibesitzer Maisel für die kleine Glocke.

24.4.1955
Sitzung Ausschuss/Vorstand:
Themen: Detailfragen zum Kirchenbau, Spendensammlung für die Glocken, Vorbereitung für den Be-
such von Gemeindegliedern aus Mönchsondheim.

19.6.1955
Besprechung: Themen u. a. Klage über ausfallende Gottesdienste, mangelnde Zahlung von Handwerk-
errechnungen, Friedhofswärter, gärtnerische Pflege des Friedhofs.

14.8.1955
Feierliche Einholung der drei Glocken vom Bahnhof Pittersdorf mit anschl. Gottesdienst auf dem Kirchplatz
mit Glockenweihe durch Pfr. Kräter, Bayreuth.

Glockengröße und Inschriften:
70 cm Durchmesser, 220 kg schwer, gestiftet von Fritz Maisel, Bayreuth
„Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“

79 cm Durchmesser, 280 kg schwer
„Selig sind die Toten, die dem Herrn sterben“

89 cm Durchmesser, 400 kg schwer
„Wir aber wollen anhalten am Gebet und am Amt des Wortes“

Die Glocken wurden gegossen in der Glockengießerei Gebr. Rinker, Sinn/Hessen
Zum ersten Mal läuten die drei Glocken vom Turm der Friedenskirche.

2.10.1955:
Einweihung der Evang.-Luth. Friedenskirche durch Kreisdekan Oberkirchenrat Karl Burkert. Die Fest-
predigt hält Kirchenrat Dekan Geuder. Schriftliche Glück- und Segenswünsche vom Landesbischof
Dietzfelbinger. Damit wird der Traum von Andreas Hacker, Nees und vieler Gemeindeglieder Wirklich-
keit und das in der Gefangenschaft gegebene Gelübde von Georg Pfaffenberger und Michael Gugel er-
füllt. Zeugnisse dieser schweren Zeit: ein Holzkreuz, geschnitzt von Georg Pfaffenberger, ein Abend-
mahlskelch, gefertigt von Michael Gugel aus einer Konservendose aus Baku. Statt der fehlenden Orgel
wird ein Harmonium eingesetzt. Ferner spielt der Posaunenchor Bindlach.
Die Eingangstüren zieren: „Friede sei mit Euch“ und Taube mit Ölzweig.
Über dem Altar befindet sich ein Kruzifix, bestehend aus Emailbild des Auferstandenen auf einem
Kreuzbalken, geschaffen von Burch-Korrodi. Die Friedenskirche wird zum Wahrzeichen des Ortes.

16.10.1955:
Erste Kindstaufe in der Friedenskirche (Gudrun Hacker, Pittersdorf 1)

18.10.1955:
Erste Trauung in der Friedenskirche (Jobst Schmidt/Margot Kaps, Creez 19) durch Pfarrer Walter Meier
aus Mistelgau.

31.12.1955:
Erste Statistik des Jahres: 5 Taufen, 3 Trauungen, 14 Beerdigungen

1.2.1956:
Errichtung der „Evang.-Luth. Pfarrei Pettendorf“ durch den Landeskirchenrat in München. Bis zur Ernen-
nung eines Pfarrers ist Herr Predigtamtskandidat Erhard Schneider mit der Verwaltung beauftragt.

25.3.1956:
Erste Konfirmation (Palmsonntag) durch Pfarrer Philip Kohlmann, die Predigt hält Vikar Erhard Schneider.
7 Konfirmanden.

19.8.1956:
Erster Pfarrer wird durch Dekan Kirchenrat Geuder, feierlich in sein Amt eingeführt: Michael Gugel, der
nach 8-jähriger Amtszeit in Starnberg das Gelübte von Baku in Pettendorf Wahrheit werden lässt. Der
Gottesdienst wird vom Posaunenchor Bindlach musikalisch ausgeschmückt.

1.9.1956:
Friedhofspflege und -verwaltung wird übernommen.

4.9.1956:
Sitzung von Kirchenvorstand und Ausschuss:
Terminschwierigkeiten zwischen Kirchenweihe und Kerwa in Creez (Erntedankfest). Probleme machen
auch die Eingemeindungen von Creez und Bärnreuth. Benötigte Gelder für die 4. Glocke, Uhrwerk und
Orgel.

31.10.1956
Übergabe der Kirchenbaukasse und der Friedhofskasse an die Kirchengemeinde.

4.11.1956
Sitzung von Kirchenvorstand, Vorstand und Kirchenbauvereinausschuss zum Thema: Investition für
die Friedenskirche. 210.000 DM, davon 45.000,00 DM Darlehen von der Kreissparkasse, 25.000,00
vom Landeskirchenrat, 90.000,00 DM Zuschuss vom Landeskirchenrat, 50.000 DM vom Kirchenbau-
verein. Mitglieder des Kirchenbauvereins: 143.
Ein besonderes Lob und Anerkennung wurde dem Hauptkassier Georg Heidenreich ausgesprochen.
Allgemeine Aussprache über die historische Entwicklung des Kirchenbaues, Klage über teilweise un-
wahre Berichterstattung der Presse.

31.12.1956
Statistik des Jahres 1956: 20 Taufen, 4 Trauungen, 7 Beerdigungen Gemeindeglieder: 762;
Gaben: 6.222,00 DM

10.2.1957
Jahresversammlung: Der Hauptkassier wird entlastet. Die Umpfarrung von Creez und Bärnreuth ist
noch nicht erfolgt. Klage über den schlechten Besuch der Bibelstunden im Gemeinderaum (unter der
Kirche). Kirchgeld wird durch die Konfirmanden gesammelt. Kirchenrat Burkert stellt fest, dass das
in Pettendorf Geleistete, welches die Gemeinschaft zustande gebracht habe, einmalig sei.

14.4.1957
Konfirmation durch Pfr. Gugel mit 14 Konfirmandinnen und Konfirmanden

10.6.1957
Sitzung des Kirchenvorstandes, Vorstand und Ausschuss Kirchenbauverein. Besuch einer Kommission
des Vereins „Kunst und Kirche“. Behandlung von Baumängeln. Beitritt der Kirchengemeinde zur Volks-
hochschule Alexandersbad. 26 evangelische Christen aus Bärnreuth haben ihr Einverständnis zur Um-
pfarrung von Lindenhardt nach Pettendorf schriftlich bestätigt.
Der Schuldenstand der Kirchengemeinde beträgt am 1.6.1957: 55.913,75 DM.

15.11.1957
Gefallenenehrenmal wird als Geschenk des Kirchenbauvereins an die Kirchengemeinde übergeben.

24.11.1957
Noch anstehende Investitionen für Pfarrhaus, Turmuhr, 4. Glocke und Orgel Beschluss: Als erstes wird
die Turmuhr angeschafft, fehlende Mittel sollen durch Sammlung erbracht werden. Erörterung des
Grundstücktausches „Frühmeßwiese“ in Gesees gegen ein Grundstück in Pettendorf für das Pfarr-
haus.

31.12.1957
Statistik des Jahres: 16 Taufen, 7 Trauungen, 7 Beerdigungen

16.3.1958
Jahresversammlung des Kirchenbauvereins: Schulden betragen bei Kreissparkasse: 6.500,00 DM,
beim Landeskirchenrat: 12.000,00 DM (davon wurden 1957 10.000,00 DM in einen Zuschuss umge-
wandelt). Für ein neues Pfarrhaus sind vom Pfründestiftungsverband 27.000,00 DM zur Verfügung
gestellt worden. Turmuhr und Läutwerk arbeiten. Kosten rd. 5.200,00 DM, Schulden insgesamt
46.000,00 DM. Spenden der Gemeindeglieder 1957: 10.000,00 DM. Kassenprüfung, dem Hauptkassier
wird Entlastung erteilt.

30.3.1958
Konfirmation Pfr. Gugel, 5 Konfirmanden

30.11.1958
Einweihung des Gefallenenehrenmales auf dem Friedhof

31.12.1958
Statistik des Jahres: 21 Taufen, 11 Trauungen, 5 Beerdigungen

15.3.1959
Jahresversammlung des Kirchenbauvereins, Mitgliederstand: 122 Anschaffung einer Orgel wird
diskutiert (Kosten ca. 20.000,00 DM); Bau des Pfarrhauses soll bis spätestens 1963 erfolgen, Grund-
stück vorhanden.

22.3.1959
Konfirmation durch Pfr. Gugel, 10 Konfirmanden

31.12.1959
Statistik des Jahres: 18 Taufen, 14 Trauungen, 5 Beerdigungen

20.3.1960
Generalversammlung des Kirchenbauvereins. Dem Hauptkassier wird Entlastung erteilt.
Mitgliederstand: 124. Pfr. Gugel klagt über eine schlechter gewordene Christenmoral und auch da-
rüber, dass zu den Bibelstunden keine Männer kommen. Es wird der Beschluss gefasst, Pfr. Gugel
möge die Beschaffung der Orgel in die Wege leiten. Orgelkonto z. Zt.: 4.760,00 DM
Glockenkonto: 1.400,00 DM

10.4.1960
Konfirmation durch Pfr. Gugel, 7 Konfirmanden.

31.12.1960
Statistik des Jahres: 15 Taufen, 8 Trauungen, 9 Beerdigungen

26.3.1961
Konfirmation durch Pfr. Gugel, 6 Konfirmanden.

5.11.1961
Mitgliederversammlung des Kirchenbauvereins.
Enttäuschung darüber, dass die Orgel zum Erntedankfest noch nicht spielte. Lieferung durch die
Orgelbaufirma bis spätestens Ostern 1962. Orgelkonto: 15.500,00 DM. Auch die 4. Glocke kann
gleichzeitig beschafft werden, die Mittel dazu sind verfügbar.

15.11.1961
Vierte Glocke –g-, den Gefallenen und Vermissten geweiht durch Kirchenrat Dekan Gerhard Kübel.
103 cm Durchmesser, 650 kg schwer.
Inschrift: Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck- und Ehrenkleid“.

31.12.1961
Statistik des Jahres: 25 Taufen; 11 Trauungen; 11 Beerdigungen

10.2.1962
Abschlussversammlung des Kirchenbauvereins. Gesammelt wurden 75.000,00 DM.
Die Versammlung beschließt die Auflösung des Vereins einstimmig (67).
Der 1. Vorsitzende – Herr Hans Katholing – zieht Bilanz seiner 10-jährigen Tätigkeit.

25.2.1962
Verabschiedung von Pfarrer Michael Gugel. Neue Wirkungsstätte: Neudrossenfeld.

5.8.1962
Amtseinführung von Pfr. Karl Steinbauer

31.12.1962
Statistik des Jahres: 23 Taufen; 5 Trauungen; 17 Beerdigungen

2.5.1963
Orgeleinweihung

31.12.1963
Statistik des Jahres: 26 Taufen; 6 Trauungen; 16 Beerdigungen

2.7.1967
Verabschiedung von Pfr. Steinbauer

1 2.12.1967
Amtseinführung von Pfr. Schulze

31.12.1967
Statistik des Jahres: 16 Taufen; 3 Trauungen; 10 Beerdigungen

18.10.1971
Verabschiedung von Pfr. Schulze

16.12.1971
Andreas Hacker, Nees, der „Vater des Kirchenbaugedankens“, stirbt im Alter von 87 Jahren.

13.2.1972
Amtseinführung von Pfr. Hans Fichtenmüller.

5.7.1972
Umbenennung der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Pettendorf in „Hummeltal“.

14.10.1972
Tragischer Verkehrsunfall am Eisenbahnübergang Bayreuth/Königsallee, bei dem der Vorstand des
ehemaligen Kirchenbauvereins Hans Katholing, seine Ehefrau Alice, Tochter Christa und die Enkelin
Claudia tödlich verletzt wurden.

26.5.1974
Bezirksmissionsfest in Hummeltal.

24.5.1975
Erster freiwilliger Arbeitseinsatz zur Friedhoferweiterung, 16 Teilnehmer.

5.10.1975
Festgottesdienst zum 20-jährigen Bestehen der Friedenskirche Hummeltal. (Predigt: Dekan Kübel)

12.12.1976
Der neue Kirchenvorstand wird eingeführt. Ihm gehören Fritz Bär, Margarete Fichtel, Hans Hacker,
Norbert Hauenstein, Konrad Lautner, Konrad Richter, Georg Schmidtchen und Erwin Stiefler an.

3.7.1977
Das Bezirksmissionsfest findet in Hummeltal statt.

8.9.1978
Richtfest für evang. Kindergarten Hummeltal.

1.12.1978
Einweihung des Kindergartens durch Pfr. Fichtenmüller und Bürgermeister Horst Göldner.

2.6.1980
Gründung des Posaunenchores.

5.10.1980
Festgottesdienst zum 25-jährigen Jubiläum der Friedenskirche Hummeltal.

27.9.1981
Erste Feier der Silbernen Konfirmation.

10.5.1982
Bezirksmissionsfest in Hummeltal.

14.2.1983
Der Kirchenchor feiert 30-jähriges Bestehen.

29.1.1984
Pfarrer Hans Fichtenmüller wird von der Kirchengemeinde verabschiedet.

10.2.1985
Gerhard Matthes wird als neuer Pfarrer in Hummeltal eingeführt.

Okt..1985
Festgottesdienst zu 30-jährigen Jubiläum der Friedenskirche, anschl. Gemeindefest

Feb..1988
Pfarrer i. R. Karl Steinbauer in Erlangen verstorben.

1988
Planungen und Ideensammlungen für ein neues Gemeindehaus werden diskutiert.
Pfr. Matthes knüpft Kontakte nach Griechenland.

5.6.1994
Grundsteinlegung für das Gemeindehaus. Die Bauplanung stammt vom Architekten Wendelin Licht-
blau, München, die Bauaufsicht hat Herr Architekt Oswald Schiller, Hummeltal. Die Kosten sind auf
1.700.000,00 DM veranschlagt, davon bekommt die Kirchengemeinde 1.300.000 DM aus Kirchen-
steuermitteln. 400.000,00 DM muss sie selbst aufbringen und wird dabei von der politischen Ge-
meinde mit der Summe von 150.000,00 DM tatkräftig unterstützt.

15.7.1994
Richtfest für das Gemeindehaus. Mit einem großen Gemeindefest feiern wir das Richtfest. Eines der
modernsten Gebäude in der Region entsteht. Den Richtspruch hält der Zimmermeister Lothar Lindner
und wünscht zum weiteren Bau viel Glück. Eine 33-köpflige Gruppe aus Griechenland nimmt an der
Feier teil.

9.7.1995
Einweihung des Gemeindehauses. Festgottesdienst mit Oberkirchenrat Wilfried Beyhl, er rief mit dem
Slogan „Da geh ich hin, da ist was los“ die Gemeinde dazu auf, das Haus mit Leben zu erfüllen. Nach
der Segnung und Schlüsselübergabe wurde das Licht umflutete Gemeindehaus von der Gemeinde in
Besitz genommen.

Ein Jahr lang „Netz für Kinder“; Einführung des neuen Gesangbuches 40 Jahre Kirchengemeinde
Hummeltal. Gründung des Instrumentalchores unter der Leitung von Martin Stölzel

1996
Einführung der neuen Gottesdienstordnung. Einführung eines regelmäßigen Mitarbeiterausfluges.
Prädikantenbeauftragung für Herrn Hochgesang. Eröffnung der Konzertreihe "Kultur im Gemeinde-
haus"; in der Folgezeit finden jährlich mehrere Konzerte statt; u.a. mit dem Quantett Johannes
Kobelt, mit Towards the Light, dem Don Kosaken Chor, mit dem Manila Vocall Ensemble etc.

1997
Betreuungsvertrag für den Kindergarten
Mitarbeiter-Special nach Rom mit Pr. Gerhard Matthes. In der Folge finden diese Ausflüge fast
jährlich statt; u.a. nach Prag, Rom II, Griechenland, Wien, Budapest etc.

1999
Einführung erster ehrenamtlicher Jugendleiter/innen mit Ausbildung

2000
Generalwegebausanierung am Friedhof
Der neu gewählte Kirchenvorstand setzt sich zusammen mit: Hans Hochgesang (Vertrauensmann),
Harald Stahlmann, Renate Hauenstein, Wolfgang Eichfeld, Monika Heidrich, Hans Schamel, Kurt
Bayerlein, Brigitte Schmidt-Blick, Hans Sponsel

2001
Eröffnung des Jugencafès Katakombe im "alten" Gemeindehaus"

2002
Visite der Kirchengemeinde durch Dekan Hans Peetz. Die Kirchengemeinde erhält für das sehr aktive
und intakte Gemeindeleben unter der Federführung von Pfr. Gerhard Matthes ein sehr gutes Zeugnis
ausgestellt. Auch das Zusammenwirken mit der Kommune und den Vereinen wird lobend herausge-
stellt.
Große Sanierungsaktion im Friedhof. Die Wege werden verbreitert und neu befestigt. Der Friedhof hat
nun wieder einen tadellosen Zustand.

2003
Die Kirchengemeinde beteiligt sich an der Aktion Jahr der Bibel mit einer Bibelausstellung

2004
Kindergarten feiert 25jähriges Bestehen

2005
Jahr der Jubiläen in der Kirchengemeinde: Kirchengemeinde feiert 50. Geburtstag;
Oberkirchenrat Helmut Hofmann kam zu Besuch;
Posaunenchor erfreut zum 25jährigen Jubiläum mit einem Konzert; Konzert des
Instrumentalchores anlässlich seines 10jährigen Bestehens;
Eröffnung der Bücherei

2006
Segnung der neuen digitalen Orgel durch Dekan Hans Peetz. Erstmals feiern in der Kirchengemeinde
Jubelkonfirmanden Goldene Konfirmation.
Der neu gewählte Kirchenvorstand setzt sich zusammen mit: Hans Hochgesang (Vertrauensmann),
Harald Stahlmann, Hans Sponsel, Wolfgang Eichfeld, Renate Hauenstein, Kurt Bayerlein, Brigitte
Schmidt-Blick und Elfriede Schaller.

2007
Unter der Adresse www.hummeltal-evangelisch.de ist die Kirchengemeinde auch im Internet präsent.

2008
Der Kirchenvorstand beschließt, das Kirchgeld für eine anstehende Kirchturmsanierung zu verwenden.
Das Thema >Globalisierung und Ethik< steht im Mittelpunkt der Kirchenvorsteherrüstzeit im
Augustinerkloster in Erfurt.
Der Ausflug >Mitarbeiter-Special< führt nach Heuchelheim in der Pfalz.
Feierlichkeiten im Kindergarten zum 30jährigen Kindergartenjubiläum

2009
Balsam für die Seele: Andy Lang erfreut mit seinen Songs die vielen Besucher bei Kultur im Gemeinde-
haus. Der von Hans Hochgesang organisierte Gemeindeausflug führte nach Dettelbach.

2010
Einweihung: Der Kindergarten wird mit einer Kinderkrippe erweitert.
Die Kirchenvorstände bedanken sich bei Pfarrer Gerhard Matthes im Rahmen seines 25jährigen
Pfarramtsjubiläums.

2011
Der Posaunenchor feiert mit einem famosen Konzert anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums.
Die Kirchgemeinde knüpft partnerschaftliche Beziehungen mit der Kirchengemeinde Gerolzhofen.
Die Bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer besucht den Kindergarten.

2012
Der neu gewählte Kirchenvorstand setzt sich zusammen mit: Hans Sponsel (Vertrauensmann), Alfred
Popp, Renate Hauenstein, Christa Hagen, Anita Ostermeier, Erich Maul, Katharina Hoffmann und
Bernd Simon (stellv. Vertrauensmann).
Im März 2014 wird Günther Gamstätter für die ausscheidente Katharina Hoffmann nachnominiert.

2013
Monika Heidrich und Bernd Simon haben ihre Prädikantenausbildung erfolgreich beendet und wurden
von Dekan Hans Peetz eingeführt.

2014
Am 30 April verabschiedet die Kirchengemeinde Pfarrer Gerhard Matthes in den Ruhestand.
Während seiner 29jährigen Amtszeit hat Pfr. Matthes den Gemeindeaufbau und das Gemeinde-
leben nachhaltig geprägt. Der gepflegte Friedhof, der Gemeindehausneubau, der Aufbau und die
Pflege der Jugendarbeit, die Bereicherung des Gemeindelebens als Vikariat, die Gründung des
Instrumentalchores, Kultur im Gemeindehaus, die Organisation des regelmäßigen Reieseange-
botes <Mitarbeiter special> und die von seiner Gattin Ulrike tatkräftig unterstützte Pflege des
lebendigen Gemeindelebens dürfen hervorgehoben sein.

Die Kirchengemeinde ist fortan 1 1/2 Jahre vakant.

2015
Am Erntedanksonntag den 4. Oktober wird Pfr. Thomas Schikor von Dekan Hans Peetz als neuer
Seelsorger der Kirchengemeinde installiert.